Die Branche der Altersüberprüfung hat ihre eigenen Oscars. Im Rahmen einer glanzvollen Zeremonie, die von BBC-Moderator Charlie Stayt moderiert wurde, wurden mit den ersten „Age Assurance Industry Awards“ Organisationen und Einzelpersonen gewürdigt, die das Bild der Branche verändern und den Weg für ihre weitere Entwicklung ebnen.
Der Preis für das Lebenswerk ging an Robin Tombs, CEO von Yoti, der auf mehr als ein Jahrzehnt Arbeit zurückblickte, in dem er den britischen Anbieter zu einem der bekanntesten und vertrauenswürdigsten Namen der Branche gemacht hat. Yoti wurde außerdem für die Integration seiner Altersschätzung anhand von Gesichtern in die Social-Discovery-App Yubo gewürdigt, die den Preis für die beste Umsetzung von Altersüberprüfung auf einer digitalen Plattform erhielt. Das Unternehmen, das dafür bekannt ist, Altersgruppen von Grund auf in sein Modell integriert zu haben, gilt heute als Maßstab für „Privacy by Design“ bei sozialen Plattformen.
Der Preis für den besten Forschungs- oder akademischen Beitrag zur Altersüberprüfung ging an die spanische Datenschutzbehörde Agencia Española de Protección de Datos (AEPD).
Der Preis für herausragende Leistungen in der sektorübergreifenden Kommunikation ging an die Age Verification Providers Association (AVPA), wobei CEO Alistair Graham die Bühne betrat, um die Arbeit des Geschäftsführers Ian Corby zu würdigen. Corby ist in der gesamten Branche ein bekanntes Gesicht und eine bekannte Stimme, von den Vorstandsetagen bis hin zu den Gerichtssälen; der Kindersicherheitsexperte John Carr, der in diesem Jahr die Leitung auf der Hauptbühne des Gipfels innehatte, bezeichnet Corby als „zweifellos einen der weltweit größten lebenden Experten für Altersüberprüfung“.
Für die Arbeit an der Erstellung (und Durchsetzung) der Vorschriften erhielt die britische Aufsichtsbehörde für Informationsrechte (Information Commissioner’s Office) die Auszeichnung für herausragende Beiträge zur Politik und Regulierung im Bereich der Altersüberprüfung. Die australische eSafety-Beauftragte Julie Inman Grant wurde ebenfalls lobend erwähnt.
Handgesten und Lösungen für E-Zigaretten weisen auf eine vielversprechende Zukunft hin
Während Branchenveteranen zahlreiche Auszeichnungen mit nach Hause nahmen, stand auch die neuartige Seite der Branche im Rampenlicht und wurde mit einer Reihe von Preisen geehrt. Der Preis für Innovation im Bereich der Altersüberprüfungstechnologie ging an BorderAge, das auf Handgesten basierende Altersschätzungssystem des französischen Unternehmens Needemand. Das Unternehmen war auf dem Gipfel sehr aktiv und stellte seine Technologie wichtigen Akteuren aus den Bereichen Social Media, Gaming und altersbeschränkte Inhalte vor. Als hochgelobter Zweitplatzierter ging IKE Tech LLC hervor. Das Unternehmen integriert Altersüberprüfung in E-Zigaretten und Vapes. IKE Tech gewann zudem den Preis für die datenschutzorientierte Altersüberprüfungslösung des Jahres.
Die Open Age Initiative, die 2025 ihr wiederverwendbares, passwortbasiertes AgeKey-System mit großem Aufsehen auf den Markt brachte, wurde zum aufstrebenden Stern im Bereich der Altersüberprüfung gekürt. Jannis Aaron Rosendahl, Geschäftsführer bei Senvend, erhielt eine lobende Erwähnung.
Die Auszeichnungen zeigen eine Branche, die ihren Einzug in den Mainstream feiert, während sie gleichzeitig um die Sicherung ihrer Zukunft kämpft. Einerseits steht sie unter dem Druck staatlich geförderter Tools zur Altersüberprüfung wie der kürzlich von der Europäischen Kommission eingeführten White-Label-App zur Altersüberprüfung. Andererseits bedrängt die Marktdominanz großer Anbieter mit eigenen Wallet-Lösungen kleinere Unternehmen.
Ungeachtet dessen ist die Branche für Altersüberprüfung dank eines veröffentlichten Standards und einer starken regulatorischen Dynamik bereit, weiter zu wachsen, innovativ zu sein und auf ein Internet hinzuarbeiten, das für die Kinder dieser Welt sicherer ist.
Hinweise: Der vorstehende Artikel erschien in englischer Sprache (Originalausgabe) am 16. April 2026 zunächst auf BiometricUpdates.com und darf mit freundlicher Genehmigung des Autors auf Kinderrechte.digital im Original sowie in deutscher Übersetzung wiedergegeben werden. Der Autor des Artikels war Mitglied der dreiköpfigen Jury für den Age Assurance Industry Award, welcher ebenso Kelly Moss und Torsten Krause angehörten.