Special Panel

EU-Kommission: Kinderrechte müssen ernst genommen werden

Das Special Panel für die Online-Sicherheit von Kindern hat heute seine Empfehlungen an die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen übergeben. In ihrem Bericht beleuchten die Expert*innen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich der Vorzüge und Nachteile des digitalen Umfelds und schlagen einen Gestaltungsansatz vor, der sich an den Entwicklungsphasen junger Menschen orientiert. Entsprechend ist bereits die deutsche Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ vorgegangen, welche vor knapp drei Wochen ihren Bericht an die Bundesregierung übergeben hat.

Aufruf zur Gestaltung des IGF-Programms 2026

Kenia wird vom 14. bis zum 18. Dezember 2026 Gastgeber für das 21. Internet Governance Forum (IGF) der Vereinten Nationen sein. Erstmals nach der Entfristung des Mandates durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen werden die Teilnehmenden der Akteur*innengruppen Politik, Wirtschaft, Technik und Forschung, zwischenstaatliche Organisationen sowie Zivilgesellschaft in Nairobi zusammenkommen. Gemeinsam sollen aktuelle Themen und Herausforderungen der Gestaltung des digitalen Umfelds unter dem Leitthema „Die Gestaltung des Internets in der Ära der Intelligenz: Unsere gemeinsame Verantwortung“ beraten werden.

Expertenkommission: Digitale Welt muss sich an Kindern orientieren

Nach 9 Monaten intensiver Arbeit hat die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ heute ihre Empfehlungen an Bundesjugendministerin Karin Prien übergeben. Diese hatte am 4. September 2025 achtzehn Expertinnen und Experten verschiedener Professionen berufen und beauftragt eine Strategie für den Schutz junger Menschen online mit konkreten Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteure wie Bund, Länder und Zivilgesellschaft zu erarbeiten.

Kinder- und Jugendschutz im Netz: Ein Überblick über aktuelle Positionen

In den vergangenen Monaten hat die Debatte über notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit, der Medienkompetenz sowie der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt sowohl international als auch in Deutschland deutlich an Dynamik gewonnen. Unser Überblick über relevante Positionspapiere, Stellungnahmen und Impulspapiere unterschiedlicher Akteur*innen fasst die vertretenen Positionen kurz zusammen.

Ethikrat für stärkeren Schutz junger Menschen online

Die Debatte um altersabhängige Zugangs- und Nutzungsbeschränkungen für bestimmte digitale Dienste und Plattformen ist durch die am 11. Juni veröffentlichte Ad-hoc-Stellungnahme „Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt“, des Deutschen Ethikrates bereichert worden. Schon der Titel stellt eine Nähe zur Allgemeinen Bemerkung #25 über die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld“ her, und der Inhalt bestätigt eine auf den Kinderrechten basierte Haltung des Ethikrates.

Kinderrechte bei neuen gTLDs berücksichtigen

Im spanischen Sevilla kam die Multistakeholder-Gemeinschaft beim ICANN Policy Forum vom 8. bis zum 11. Juni zusammen, um weiterhin aktuelle Fragen und Entwicklungen zur Gestaltung und Sicherung des Internets zu beraten. Das Projekt „Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt“ der Stiftung Digitale Chancen engagiert sich seit Jahren in der ICANN-Community, um dazu beizutragen, dass insbesondere Aspekte des Kinderschutzes Berücksichtigung im Domännamensystem (DNS) finden.

Bildungsminister*innen wollen Medienkompetenz stärken

Die Bildungsministerkonferenz (BMK) hat eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich verabschiedet. Darin verständigen sich die für Bildungsfragen zuständigen Länder auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen, um Schüler*innen, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in ihrer Medienkompetenz zu stärken.

(c) pixabay via canva.com

Prinzipien für ein sicheres Online-Umfeld für Kinder

Die Minister*innen für Digitales und Technologie der G7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie die Vereinigten Staaten von Amerika) haben erstmalig gemeinsame Prinzipien für ein sicheres digitales Umfeld für Minderjährige definiert. Sie fordern die Anbieter digitaler Dienste auf, diese Prinzipien als Richtschnur für die Gestaltung ihre Angebote zu nutzen und mit notwendigen Partner*innen zusammenzuarbeiten um diese zu verwirklichen.

© I am UM808 via canva.com

Kinder vor digitaler Gewalt schützen

Die Bundesregierung erarbeitet aktuell ein Gesetz zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt. Ziel ist es, Betroffenen die Durchsetzung bestehender Rechte zu erleichtern. Dafür werden vorhandene Regelungen ergänzt und teils neue Rechte zur Ermittlung und Sanktionierung von Tatpersonen eingeführt. So schlägt das Bundesjustizministerium bspw. die Möglichkeit von Auskunftsersuchen, der Sperrung von Nutzendenkonten oder auch die Ergänzung wirklichkeitsnaher Abbildungen vor.

© EuroDIG

Mit dem Zug in eine souveräne und sichere Zukunft

Der Zug, in den wir nächstes Jahr mit unserer sicher in der European Digital Identity Wallet aufbewahrten Fahrkarte einsteigen sollen, ist auf die Zukunft ausgerichtet. Dies ist eine der Erkenntnisse aus dem Europäischen Dialog über Internet-Governance – EuroDIG 2026. Die Konferenz war darauf ausgelegt, auf der Grundlage des WSIS+20-Überprüfungsprozesses und des 20-jährigen Jubiläums der Top-Level-Domain .eu einen Rückblick und einen Ausblick auf die Internet Governance zu geben.

EU-Jugendstrategie mitgestalten

Die Europäische Kommission ermutigt im Rahmen einer Umfrage dazu, Perspektiven und Ideen einzubringen, um die EU-Jugendstrategie nach 2027 zu gestalten. Die Jugendstrategie fördert die aktive Teilhabe der Jugend an Demokratie und Gesellschaft. Dabei stehen vor allem die Bereiche Beteiligung, Befähigung und Begegnung im Fokus.

© Rido via canva.com

Umfrage der Vereinten Nationen zur KI-Governance

Die Vereinten Nationen setzen sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein sicheres Aufwachsen mit digitalen Medien zu ermöglichen und dabei junge Menschen einzubeziehen. Da Künstliche Intelligenz ein zunehmend relevanter Teil des digitalen Umfelds ist, möchten die Vereinten Nationen die Erfahrungen junger Menschen mit KI ermitteln.

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