Prinzipien für ein sicheres Online-Umfeld für Kinder

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Die Minister*innen für Digitales und Technologie der G7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie die Vereinigten Staaten von Amerika) haben erstmalig gemeinsame Prinzipien für ein sicheres digitales Umfeld für Minderjährige definiert. Sie fordern die Anbieter digitaler Dienste auf, diese Prinzipien als Richtschnur für die Gestaltung ihre Angebote zu nutzen und mit notwendigen Partner*innen zusammenzuarbeiten um diese zu verwirklichen. Um den Schutz der Rechte von Kindern online evidenzbasiert gestalten zu können verweisen die Minister*innen darauf, dass Minderjährige ebenso wie ihre Eltern daran beteiligt werden sollen und verpflichten sich die internationale Zusammenarbeit weiter zu verstärken, um Risiken für Kinder und Jugendliche im digitalen Umfeld begegnen zu können.

Die sieben Prinzipien im Überblick:

  1. Eine wirksame Altersfeststellung ist entscheidend, um Minderjährigen ein sichereres und altersgerechtes Erlebnis zu gewährleisten.
  2. Schutz von Minderjährigen vor Online-Gefahren durch „Safety by Design“-Ansätze wie Schutz- und Standardeinstellungen, einschließlich Möglichkeiten der elterlichen Kontrolle, die verhindern, dass Minderjährige Inhalten, Interaktionen und Funktionen ausgesetzt werden, die nicht altersgerecht, sicher und geschützt sind.
  3. Die Herstellung und Verbreitung von Abbildungen sexueller Gewalt gegenüber Kindern sowie kriminelle Handlungen im Zusammenhang mit nicht einvernehmlich aufgenommenen intimen Bildern müssen im Einklang mit den derzeit geltenden rechtlichen Verpflichtungen der G7-Mitglieder verhindert werden.
  4. Eltern, Erziehungsberechtigte und Betreuende sollten über benutzerfreundliche, datenschutzkonforme und wirksame Möglichkeiten der elterlichen Kontrolle verfügen, die – soweit technisch möglich – miteinander kompatibel sind, um Minderjährige im Internet begleiten und stärken zu können.
  5. Minderjährige sollten durch eine umfassende Bildung befähigt werden, die darauf ausgerichtet ist, die notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten zu entwickeln, um digitale Systeme besser zu verstehen und sich kritisch mit digitalen Technologien, Medien und Informationen auseinanderzusetzen, damit sie Risiken erkennen und sich im Internet zurechtfinden können.
  6. Die Sicherheit von Minderjährigen wird durch die Umsetzung von Risikomanagement, Risikobewertung und Risikominderung sowie durch die Anwendung von „Safety-by-Design“-Ansätzen gewährleistet.
  7. Die Schaffung eines sichereren digitalen Raums für Minderjährige wird durch die Zusammenarbeit der Anbieter digitaler Dienste mit den relevanten Interessengruppen ermöglicht.

Torsten Krause, SDC