• Thema

    Besonderer Schutz

    Kinder sollen vor allen Formen der Ausbeutung geschützt werden, die ihr Wohlergehen in Bezug auf das digitale Umfeld beeinträchtigen. Ausbeutung kann in vielerlei Gestalt auftreten, z. B. als wirtschaftliche Ausbeutung bis hin zur Kinderarbeit, als sexuelle Ausbeutung und sexueller Missbrauch, als Verkauf von, Handel mit und Entführung von Kindern oder als Anstiftung von Kindern zu kriminellen Handlungen u.a. in Form von Cyberkriminalität.

    Durch das Erstellen und Teilen von Inhalten können Kinder im digitalen Umfeld zu wirtschaftlichen Akteur*innen werden, was ihre Ausbeutung zur Folge haben kann.

Aktuelle Meldungen

Kinderrechtsorganisationen fordern dauerhaften Rechtsrahmen gegen sexualisierte Gewalt im Netz

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder im digitalen Raum muss weiter effektiv verfolgt werden können. Ab dem 3. April 2026 sind Online-Plattformen in der EU jedoch nicht mehr dazu berechtigt, Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder auf ihren Plattformen zu ermitteln und zu melden. Die EU-Gesetzgeber haben vergangene Woche keine Einigung zur Verlängerung der dafür notwendigen Ausnahmeregelung zur ePrivacy-Richtlinie erzielt.

UNICEF Deutschland: Policy Papier

Die im März 2026 veröffentlichte Publikation von UNICEF Deutschland thematisiert den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt.

UNICEF: Kindeswohl konsequent priorisieren

UNICEF Deutschland hat ein Policy-Papier veröffentlicht, dass sich mit den digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen befasst. Dabei werden einerseits Chancen digitaler Medien aufgezeigt, wie beispielsweise sozialer Austausch und die Pflege von Beziehungen. Ebenso thematisiert werden jedoch auch Risiken, die zu Gewalterfahrungen im Netz führen können, darunter Online-Mobbing. In der Veröffentlichung werden zudem Stimmen von Kindern und Jugendlichen aufgegriffen, die ihre Sichtweisen teilen. Abschließend formuliert UNICEF Forderungen für mehr Sicherheit in der digitalen Welt.

(c) ICANN

Kinderrechte im DNS adressieren

Vom 7. bis zum 12. März kommt in Mumbai (Indien) die Multistakeholder-Gemeinschaft beim ICANN 85 Community Forum zusammen, um aktuelle Fragen und Entwicklungen zur Sicherung und Weiterentwicklung des Internets zu beraten. Dabei stehen u.a. die (fortgesetzte) Bearbeitung des Anliegens für eine Universal Acceptance, die Entwicklung und Implementierung eines Prozesses zur Menschenrechtsfolgeabschätzung (HRIA) innerhalb der ICANN-Strukturen sowie Anwendungen des Domain Name Systems im Fokus. Auch die weitere Vorbereitung der nächsten Runde zur Vergabe generischer Top Level Domains (gTLD) wird viele Gremien beschäftigen.

5Rights Foundation: Eine digitale Umgebung gestalten, die Kinder im Blick hat

Die Broschüre "Building a digital environment designed with children in mind – Ein internationaler Best-Practice-Leitfaden", veröffentlicht von der 5Rights Foundation am 2. März 2026, stellt einen Leitfaden für eine kindgerechte digitale Umgebung vor. Der Bericht analysiert bestehende politische Ansätze, identifiziert häufige Lücken in der Umsetzung und formuliert zehn regulatorische Prinzipien, die Gesetzgeber*innen als Orientierung für internationale Best Practices dienen können.

 

5 Jahre Allgemeine Bemerkung Nr. 25

Anlässlich des fünften Jahrestages der Verabschiedung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 25 über die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld erinnern 53 Organisationen und Unterzeichnende die Vertragsstaaten der Konvention über die Rechte des Kindes an die Verwirklichung der Kinderrechte im Internet und in digitalen Angeboten.

Altersbeschränkungen für soziale Medien - Was können wir vom australischen Modell lernen?

Der politische Wille zur Einführung von Altersbeschränkungen für soziale Medien nimmt in ganz Europa zu. Mehrere Mitgliedstaaten der Europäischen Union treiben nationale Gesetzgebungsverfahren voran, was die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen sozialer Medien auf Minderjährige widerspiegelt. Frankreich, Dänemark, Griechenland und Spanien gehören zu den Ländern, die Maßnahmen angekündigt oder teilweise bereits beschlossen haben, um die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendlichen zu regulieren.

Hochrangiges Arbeitsessen des Lisbon Council: „Verbieten oder nicht verbieten”

Am Montag, dem 9. Februar 2026, lud der Lisbon Council im Vorfeld des Safer Internet Day eine Gruppe von Expert*innen ein, um zu diskutieren, was uns wissenschaftliche Erkenntnisse und die Praxis über Kinder und soziale Medien lehren. Angesichts des australischen Experiments, bei dem Kindern unter 16 Jahren der Zugang zu bestimmten sozialen Medienplattformen verboten wurde, bemühen sich Regierungen weltweit, schnell zu entscheiden, ob sie denselben Weg einschlagen oder einen anderen Ansatz finden wollen.

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Kinderschutzkonzept: Wir nehmen Kinderschutz in unseren Projekten ernst!

Das Kinderschutzkonzept bildet die Grundlage unserer Stiftungsarbeit in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es schafft ein Umfeld und eine Haltung, in dem Kinder geschützt, gefördert und beteiligt werden und in dem sich Mitarbeitende in der Arbeit mit Minderjährigen sicher fühlen.

UNICEF-Bericht: Sicherheit für Kinder im Internet

Der im Dezember 2025 veröffentlichte Bericht basiert auf einer vergleichenden Analyse von Regulierungsvorschriften für Online-Plattformen in sechs verschiedenen Rechtsordnungen.