Kommission hält erste Sitzung des Sonderausschusses für die Sicherheit von Kindern im Internet ab

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Heute hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die erste Sitzung des Sonderausschusses für die Sicherheit von Kindern im Internet geleitet. Der Ausschuss, der in der Rede zur Lage der Union 2025 angekündigt wurde, wird Expert*innenempfehlungen für einen besseren Schutz im Internet und eine stärkere Befähigung von Kindern online abgeben und die Notwendigkeit einer möglichen Harmonisierung der Altersbeschränkungen für den Zugang zu sozialen Medien prüfen.

Präsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Seit Jahrzehnten machen wir die reale Welt für Kinder sicherer, und dasselbe müssen wir auch in der digitalen Welt tun. Die positiven Möglichkeiten, die die Technologie bietet, dürfen nicht auf Kosten ihrer Sicherheit, Gesundheit oder ihres Glücks gehen. In Europa sind Technologieplattformen bereits dafür verantwortlich, die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten, und wir werden weiterhin dafür sorgen, dass sie dies auch tun. Aber wir müssen auch mehr tun, um unsere jungen Menschen im Internet zu schützen und zu stärken. Aus diesem Grund habe ich dieses Gremium einberufen: um einen starken, realistischen europäischen Ansatz zu entwickeln, der die Sicherheit unserer Kinder im digitalen Zeitalter gewährleistet.“

Das Gremium wird gemeinsam von Maria Melchior, Direktorin des französischen Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung (INSERM), und Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm, geleitet. An den verschiedenen Sitzungen der Expert*innengruppe nehmen neben Fachleuten aus verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Informatik, Kinderrechte und digitale Kompetenz auch Jugendvertreter teil.

Jutta Croll ist Teil des Gremiums: „Es ist mir eine Ehre, von Präsidentin Ursula von der Leyen zum Sonderausschuss für die Sicherheit von Kindern im Internet eingeladen worden zu sein. Eine Gruppe von 24 Experten aus ganz Europa hat darüber beraten, welchen Risiken Kinder beim Surfen im Internet ausgesetzt sein können und welche Maßnahmen über Altersbeschränkungen hinaus junge Nutzer stärken und ihre Sicherheit gewährleisten können. Zusammen mit meinen geschätzten Kolleginnen Prof. Dr. Sonia Livingstone und Leanda Barrington-Leach habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Rechte der Kinder auf Schutz, Förderung und Teilhabe respektiert werden, ohne dass eines dieser Rechte Vorrang vor den anderen hat. Ich freue mich auf weitere fruchtbare Debatten und darauf, Empfehlungen zu erarbeiten, wie wir die Versprechen einlösen können, die wir unseren Kindern mit der Allgemeinen Bemerkung Nr. 25 zu den Rechten des Kindes in Bezug auf die digitale Umgebung gegeben haben.“

Bei der heutigen ersten Sitzung wurden die aktuellen Erkenntnisse zu den Risiken und Vorteilen der Nutzung sozialer Medien und anderer Online-Aktivitäten durch Kinder, wie z. B. Spiele, Messaging-Apps oder künstliche Intelligenz, untersucht. Die Teilnehmer*innen konzentrierten sich auf die Verantwortung von Technologieunternehmen, und die Diskussionen drehten sich um mehrere Punkte, darunter altersgerechte Sicherheit durch Design, süchtig machende Funktionen und Algorithmen sowie digitale Kompetenz für Kinder, ihre Eltern und Lehrer. Die Teilnehmer*innen diskutierten auch bestehende Maßnahmen, die innerhalb der EU und in Drittländern ergriffen wurden.

Die nächsten Sitzungen des Gremiums werden sich mit den Vorteilen des Zugangs zu Online-Räumen für Minderjährige befassen und bewerten, wie bestehende Ansätze Risiken und Schäden verhindern können, ohne diese Vorteile zu gefährden. Die Perspektiven von Jugendlichen, Kindern, Eltern und Pädagogen, wie sie im Jugendbeirat von Präsidentin von der Leyen und im Forum Safer Internet Forum zum Ausdruck kommen, werden ein wichtiger Bestandteil der Diskussionen über mögliche Ansätze zur Begrenzung der Nutzung sozialer Medien sein.

Das Sondergremium wird ab März 2026 mehrmals zusammentreten, um der Kommissionspräsidentin bis zum Sommer Empfehlungen vorzulegen.

Die zweite Sitzung wird voraussichtlich in den kommenden Monaten stattfinden und mögliche politische Optionen untersuchen. Das Gremium beabsichtigt, der Kommissionspräsidentin bis zum Sommer 2026 einen Bericht mit Empfehlungen vorzulegen.


Europäische Kommission, Leonie Lemke, SDC