Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht

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Der neue Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten zeigt Handlungsbedarf in den Bereichen Regulierung, Kinderschutz und Medienbildung. Dabei stehen fünf zentrale Befunde im Fokus:

(1) Informationswandel mit wachsender Influencer*innen-Macht: Kinder und Jugendliche informieren sich primär über Social Media, die Grenzen zwischen Information, Meinung und Werbung verschwimmen. Politische Influencer*innen setzen auf Zuspitzung, Feindbilder und teils Desinformation – Polarisierungsrisiken steigen. 

(2) Plattformlogiken und Aufmerksamkeitsökonomie: Nicht nur Algorithmen wirken – menschliches Verhalten und Vorbilder steuern Reichweite, Empörung („rage bait“) wird durch Engagement-orientierte Systeme belohnt – moralisch emotionale Inhalte verbreiten sich schneller. 

(3) Regulierung, Rechtsdurchsetzung, Jugendmedienschutz: Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eine zentrale Strukturfrage, Verbote oder starre Altersgrenzen unterminieren Teilhabe. Wirksam sind: verlässliche Altersverifikation, Safety by Design, klare Anbieterpflichten nach DSA und MStV – mit konsequenter Aufsicht. 

(4) Medienkompetenz und Regulierung wirken nur gemeinsam: Kompetenz stärken, Schutz durchsetzen – Jugendliche als aktive, kritische Gestalter befähigen. 

(5) Vernetzte Strukturen erhöhen Wirkung und Reichweite: Digitale Teilhabe und Schutz entstehen durch Kooperation – nicht durch isolierte Einzelmaßnahmen.

Der Bericht steht unten zum Download bereit.


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