Der Safer Internet Day stößt in ganz Deutschland auf große Resonanz: Mehr als 1000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen engagieren sich mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen. Die hohe Beteiligung unterstreicht das breite gesellschaftliche Engagement für Medienkompetenz und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien. Besonders nachgefragt ist erneut die klicksafe Schulstunde, an der am Aktionstag über 50.000 Jugendliche teilnehmen. Der Safer Internet Day wird in Deutschland seit mehr als 20 Jahren von der EU-Initiative klicksafe koordiniert.
Unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ richtet der Safer Internet Day 2026 den Fokus auf den wachsenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz und künstlichen Begleitern auf den Alltag, die Kommunikation und die Beziehungen junger Menschen. Gemeinsam setzen die Partner des Verbunds Safer Internet DE den Safer Internet Day mit vielfältigen Angeboten um. Damit erreichen sie nicht nur Tausende Schüler*innen, sondern auch pädagogische Fachkräfte und Eltern. Zum Verbund gehören neben dem Awareness Centre klicksafe noch die Beschwerdestellen von eco, FSM und jugendschutz.net sowie die Beratungsangebote von Nummer gegen Kummer e.V.
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „KI ist für viele von uns längst ein hilfreicher Begleiter im Alltag: Sie formuliert Schreiben an Behörden, erklärt komplizierte Sachverhalte, hilft beim Lernen und gibt sogar Tipps gegen Liebeskummer. In Sekunden scheint sie auf alles eine Antwort zu haben. Doch dieses scheinbare ‚Verstehen‘ bleibt ein digitales Trugbild. Eine Maschine fühlt nicht mit, sie hört nicht zwischen den Zeilen und sie hält niemandem die Hand. Gerade Jugendliche nutzen KI zunehmend wie eine Art Therapeutin – dabei stößt sie an klare Grenzen. Echte Beziehungen entstehen im Austausch mit anderen Menschen, auch durch Widerspruch, Nähe und gemeinsame Erfahrungen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst aus realen Gesprächen und Begegnungen, nicht aus Algorithmen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Initiative klicksafe auf diesen Zusammenhang aufmerksam macht und uns als Gesellschaft an unsere Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen erinnert. Mein Dank gilt allen, die mit innovativen Ideen den Safer Internet Day zu etwas Besonderem machen.“
„Der Safer Internet Day lenkt mit dem diesjährigen Motto ‚KI and me.‘ die Aufmerksamkeit auf ein hochaktuelles und relevantes Thema. Die Frage, wie KI das Leben junger Menschen beeinflusst, ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Deshalb müssen wir uns mit den alltäglichen KI-Begleitern auseinandersetzen. Dazu gehört auch, ethische Fragen zu stellen, um entscheiden zu können, wie wir leben wollen“, so der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, Alexander Schweitzer. „Eltern stehen heute vor der Herausforderung, ihre Kinder in einer zunehmend von künstlicher Nähe geprägten Lebenswelt zu begleiten. Gleichzeitig wollen wir junge Menschen befähigen, die Chancen digitaler Technologien zu nutzen und die Risiken zu erkennen. Die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen des Safer Internet Days zeigen, wie engagiert sich Menschen in ganz Deutschland für ein sicheres und verantwortungsvolles Online-Umfeld einsetzen“, so der Ministerpräsident weiter.
Ein zentrales Angebot der EU-Initiative klicksafe ist auch in diesem Jahr die klicksafe Schulstunde, die am Safer Internet Day live in Klassenzimmer in ganz Deutschland gestreamt wird und sich mit dem Einfluss von KI-Chatbots auf den Alltag junger Menschen befasst. Über 50.000 Schülerinnen und Schüler reflektieren dabei deutschlandweit, wie KI-Bots als digitale Gesprächspartner oder Ratgeber wirken, wo ihre Grenzen liegen und warum sie menschliche Beziehungen nicht ersetzen können. „Die hohe Nachfrage an der klicksafe Schulstunde verdeutlicht den hohen Bedarf an altersgerechten, medienpädagogisch aufbereiteten Bildungsangeboten“, sagt Deborah Woldemichael, Leiterin der EU Initiative klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. „Junge Menschen brauchen Anlässe und Räume, um digitale Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln.“
Gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderrechte Deutschland unterstützt unser Projekt den Safer Internet Day. Zusammen weisen wir auf verschiedenen Social Media Plattformen auf zentrale Dokumente im Zusammenhang Kinderrechte in der digitalen Welt und Künstliche Intelligenz sowie auf Materialsammlungen und Informationen für Kinder, wie Erwachsene hin.
