KI-Regulierung muss Kinderrechte berücksichtigen

Auf dem Foto ist ein kleiner Junge mit einem Handy. Er hat schwarze Haare und ist von hinten zu sehen.

Anlässlich der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom 22. bis zum 28. September 2026 in New York (USA) erinnern mehr als 125 Organisationen und Experten*innen an ihre gemeinsame Stellungnahme zu Kinderrechten und Künstlicher Intelligenz. Bereits zum Globalen Dialog zur Regulierung Künstlicher Intelligenz im Juli 2026 in Genf (Schweiz) hatten sie darauf aufmerksam gemacht, dass die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld, wie sie der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen 2021 in seiner Allgemeinen Bemerkung Nr. 25 zur Konvention über die Rechte des Kindes darlegt, auch mit Blick auf Künstliche Intelligenz zur Anwendung kommen müssen.

In diesem Zusammenhang weisen die Organisationen darauf hin, dass Kinderrechte ins Zentrum der Regulierung Künstlicher Intelligenz gehören und nicht nachträglich berücksichtigt werden können. Insbesondere vor der Verletzung ihrer Privatsphäre, negativer Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, vor Falschinformationen, Diskriminierungen, negativen Auswirkungen auf ihre Bildung sowie ihre Sicherheit und Würde sind Kinder und Jugendliche zu schützen.

Um dem gerecht zu werden, sollen Anwendungen Künstlicher Intelligenz vor ihrem Zugang zum Markt nachweisen müssen, dass sie die Kinderrechte respektieren und schützen. Regierungen sollen sicherstellen, dass KI-Werkzeuge Kinder und ihre Rechte nicht ausbeuten und diese zur Verantwortung ziehen falls es doch zu entsprechenden Vorfällen kommen sollte. Die Einhaltung hoher Standards, das Schließen von Schutzlücken, kindgerechte Informationen und Erläuterungen bezüglich der Anwendungen Künstlicher Intelligenz sowie Verfahren der Wiedergutmachung sollen dazu beitragen.

Die gemeinsame Stellungnahme kann hier nachgelesen werden. Zu den unterstützenden Organisationen gehören neben der Stiftung Digitale Chancen unter anderem auch die 5Rights Foundation, Amnesty International, COFACES Family Europe, Ecpat International und Save the Children.


Torsten Krause, SDC