Bildungsminister*innen wollen Medienkompetenz stärken

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Die Bildungsministerkonferenz (BMK) hat eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich verabschiedet. Darin verständigen sich die für Bildungsfragen zuständigen Länder auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen, um Schüler*innen, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in ihrer Medienkompetenz zu stärken. Im Mittelpunkt sollen dabei die Entwicklung von digitaler Resilienz, der Schutz vor negativen Auswirkungen exzessiver Social-Media-Nutzung sowie die enge Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und weiteren gesellschaftlichen Akteur*innen stehen. Ein Dreiklang aus Sensibilisierung, Stärkung und Schutz soll dem Rechnung tragen.

In der Erklärung betonen die Bildungsminister*innen, dass „Schule zum Medienkompetenzerwerb und bei der Aufklärung über Chancen und Risiken von Social Media proaktiv, systematisch und selbstbewusst einen Beitrag leisten muss“. Gelingen soll dies durch schulische Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen zur Stärkung digitaler Resilienz und selbstregulativer Kompetenzen. Dafür soll das Themenfeld Social Media in den Rahmenwerken Berücksichtigung finden und der Medienkompetenzerwerb fächerübergreifend und systematisch in den Schulalltag integriert werden. Bei der Ausgestaltung der entsprechenden Konzepte sollen Schüler*innen beteiligt werden. Lehrkräfte sollen mittels Fortbildungen qualifiziert werden.

Weiterhin sollen Erziehungspartnerschaften zwischen Eltern und Schule gestärkt werden. Dafür sollen die Länder Informationsangebote umsetzen, außerschulische Partner*innen des Kinder- und Jugendmedienschutzes gestärkt und niedrigschwellige Zugänge für Erziehungsberechtigte bereitgestellt werden. Darüber hinaus soll der Kinder- und Jugendmedienschutz weiter gestärkt, Regeln zum Schutz junger Menschen für die Nutzung digitaler Endgeräte an Schule umgesetzt und Unterstützungssysteme, wie Schulpsychologie oder Präventionseinrichtungen ausgebaut werden.

Nicht zuletzt sollen Maßnahmen zur Werte- und Demokratiebildung ergriffen werden. So gilt es Lehrkräfte für Hass und Diskriminierung im digitalen Umfeld zu sensibilisieren, Kooperationen mit Beratungsstellen und Präventionsangeboten zu fördern, die Beteiligung der Schülerschaft an Initiativen zur Förderung von Respekt und Toleranz zu unterstützen und Schulgemeinschaften zu motivieren, aktiv gegen Hass und Mobbing einzutreten.

Zielstellung und Motivation der Bildungsministerkonferenz beschrieb Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bayerische Kultusministerin so: „Mit der gemeinsamen Erklärung setzen die Länder ein klares Signal für verantwortungsvolle digitale Bildung. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten, kritischen und sicheren Umgang mit Social Media zu befähigen, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie besser vor negativen Auswirkungen zu schützen. Denn Medienkompetenz ist heute so viel mehr als Technikkompetenz. Sie ist auch eine wichtige Grundlage für eine funktionierende freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Dafür braucht es Orientierung, Prävention und das gemeinsame Zusammenwirken von Schule, Elternhaus und Gesellschaft.“


Bildungsministerkonferenz (BMK), Torsten Krause, Stiftung Digitale Chancen