Offener Brief fordert stärkere Regulierung von Plattformen

Anlässlich der Rede zur Lage der Europäischen Union von Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen haben 144 Organisationen und Unterstützende einen offenen Brief veröffentlicht. Mit dem Schreiben appellieren sie an die Europäische Kommission, Anbieter von digitalen Diensten stärker in die Verantwortung zu nehmen und Plattformen grundsätzlich sicher für Kinder gestalten zu lassen.

Altersfeststellung ist nur ein Teil der Lösung

Seit geraumer Zeit wird darüber diskutiert entsprechende Altersfeststellungen online auch dafür einzusetzen junge Menschen deutlich unterhalb der Volljährigkeit vor bestimmten Risiken zu schützen. Wie dies gelingen kann und ob sie die Lösung für Kinder- und Jugendschutz im Internet darstellen, wurde am 9. September beim Internet Governance Forum Deutschland (IFG-D) in der Podiumsdiskussion: „Sag mir erst, wie alt du bist… Altersfeststellung online zwischen Schutz- und Teilhabebedürfnissen aller“ beraten.

Gemeinsam für ein besseres und sicheres Internet

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Bericht „Gemeinsam für ein besseres und sicheres Internet“ zur Kinder- und Jugendbeteiligung für die Expertenkommission veröffentlicht. Der Bericht dokumentiert die durchgeführten Workshops des Projektes „Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt“, welche im Frühjahr 2026 mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren durchgeführt wurden und bündelt die Anregungen, Ideen und Wünsche der jungen Teilnehmenden in 70 Forderungen. Diese wurden der Expertenkommission am 7. Mai 2026 übergeben und vorgestellt.

Den Kindern geht es gut!

Den Kindern geht es gut, auch im digitalen Umfeld: Das muss das zeitnahe Ziel der politischen Maßnahmen zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen des europäischen Special Panels für die Onlinesicherheit von Kindern sein. Damit ist die Richtschnur des politischen Handelns gesetzt, diese Entscheidungen müssen – so wie es Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention vorgibt – im besten Interesse der Kinder getroffen werden.

Jugendmedienschutz: Was fordern Jugendorganisationen?

Von Landes- und Bundesschülerausschüssen bis zum Youth Panel von klicksafe: Kinder- und Jugendorganisationen in ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Monaten mit der Frage befasst, wie das Internet und soziale Medien sicherer gestaltet werden können. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht der Positionen.

Special Panel

EU-Kommission: Kinderrechte müssen ernst genommen werden

Das Special Panel für die Online-Sicherheit von Kindern hat heute seine Empfehlungen an die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen übergeben. In ihrem Bericht beleuchten die Expert*innen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich der Vorzüge und Nachteile des digitalen Umfelds und schlagen einen Gestaltungsansatz vor, der sich an den Entwicklungsphasen junger Menschen orientiert. Entsprechend ist bereits die deutsche Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ vorgegangen, welche vor knapp drei Wochen ihren Bericht an die Bundesregierung übergeben hat.

Bildungsminister*innen wollen Medienkompetenz stärken

Die Bildungsministerkonferenz (BMK) hat eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich verabschiedet. Darin verständigen sich die für Bildungsfragen zuständigen Länder auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen, um Schüler*innen, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in ihrer Medienkompetenz zu stärken.

(c) pixabay via canva.com

Prinzipien für ein sicheres Online-Umfeld für Kinder

Die Minister*innen für Digitales und Technologie der G7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie die Vereinigten Staaten von Amerika) haben erstmalig gemeinsame Prinzipien für ein sicheres digitales Umfeld für Minderjährige definiert. Sie fordern die Anbieter digitaler Dienste auf, diese Prinzipien als Richtschnur für die Gestaltung ihre Angebote zu nutzen und mit notwendigen Partner*innen zusammenzuarbeiten um diese zu verwirklichen.

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Kinder vor digitaler Gewalt schützen

Die Bundesregierung erarbeitet aktuell ein Gesetz zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt. Ziel ist es, Betroffenen die Durchsetzung bestehender Rechte zu erleichtern. Dafür werden vorhandene Regelungen ergänzt und teils neue Rechte zur Ermittlung und Sanktionierung von Tatpersonen eingeführt. So schlägt das Bundesjustizministerium bspw. die Möglichkeit von Auskunftsersuchen, der Sperrung von Nutzendenkonten oder auch die Ergänzung wirklichkeitsnaher Abbildungen vor.

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Umfrage der Vereinten Nationen zur KI-Governance

Die Vereinten Nationen setzen sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein sicheres Aufwachsen mit digitalen Medien zu ermöglichen und dabei junge Menschen einzubeziehen. Da Künstliche Intelligenz ein zunehmend relevanter Teil des digitalen Umfelds ist, möchten die Vereinten Nationen die Erfahrungen junger Menschen mit KI ermitteln.

Kinder- und Jugendperspektiven auf eine sichere digitale Welt

In den vergangenen Monaten hat das Projekt „Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt“ der Stiftung Digitale Chancen bundesweit partizipative Workshops mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren im Rahmen der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für die Expertenkommission der Bundesregierung zum „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ durchgeführt.

Bestandsaufnahme der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt vorgelegt

Die unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat heute ihre umfassende Bestandsaufnahme veröffentlicht. Sie bildet die evidenzbasierte Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen, die derzeit erarbeitet und Ende Juni 2026 vorgelegt werden sollen.

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