Offener Brief fordert stärkere Regulierung von Plattformen

Anlässlich der Rede zur Lage der Europäischen Union von Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen haben 144 Organisationen und Unterstützende einen offenen Brief veröffentlicht. Mit dem Schreiben appellieren sie an die Europäische Kommission, Anbieter von digitalen Diensten stärker in die Verantwortung zu nehmen und Plattformen grundsätzlich sicher für Kinder gestalten zu lassen.

(c) Torsten Krause

Ministerin Prien kündigt Sofortprogramm zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen an

Nach einem Jahr intensiver Arbeit mündete der Auftrag der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ am Freitag, 11. September 2026 in einer Abschlussveranstaltung. Auf dieser übergaben die beiden Vorsitzenden der Expertenkommission Nadine Schön und Prof. Olaf Köller gemeinsam den Abschlussbericht an Bundesfamilienministerin Karin Prien.

Altersfeststellung ist nur ein Teil der Lösung

Seit geraumer Zeit wird darüber diskutiert entsprechende Altersfeststellungen online auch dafür einzusetzen junge Menschen deutlich unterhalb der Volljährigkeit vor bestimmten Risiken zu schützen. Wie dies gelingen kann und ob sie die Lösung für Kinder- und Jugendschutz im Internet darstellen, wurde am 9. September beim Internet Governance Forum Deutschland (IFG-D) in der Podiumsdiskussion: „Sag mir erst, wie alt du bist… Altersfeststellung online zwischen Schutz- und Teilhabebedürfnissen aller“ beraten.

Gemeinsam für ein besseres und sicheres Internet

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Bericht „Gemeinsam für ein besseres und sicheres Internet“ zur Kinder- und Jugendbeteiligung für die Expertenkommission veröffentlicht. Der Bericht dokumentiert die durchgeführten Workshops des Projektes „Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt“, welche im Frühjahr 2026 mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren durchgeführt wurden und bündelt die Anregungen, Ideen und Wünsche der jungen Teilnehmenden in 70 Forderungen. Diese wurden der Expertenkommission am 7. Mai 2026 übergeben und vorgestellt.

Den Kindern geht es gut!

Den Kindern geht es gut, auch im digitalen Umfeld: Das muss das zeitnahe Ziel der politischen Maßnahmen zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen des europäischen Special Panels für die Onlinesicherheit von Kindern sein. Damit ist die Richtschnur des politischen Handelns gesetzt, diese Entscheidungen müssen – so wie es Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention vorgibt – im besten Interesse der Kinder getroffen werden.

Jugendmedienschutz: Was fordern Jugendorganisationen?

Von Landes- und Bundesschülerausschüssen bis zum Youth Panel von klicksafe: Kinder- und Jugendorganisationen in ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Monaten mit der Frage befasst, wie das Internet und soziale Medien sicherer gestaltet werden können. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht der Positionen.

Special Panel

EU-Kommission: Kinderrechte müssen ernst genommen werden

Das Special Panel für die Online-Sicherheit von Kindern hat heute seine Empfehlungen an die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen übergeben. In ihrem Bericht beleuchten die Expert*innen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich der Vorzüge und Nachteile des digitalen Umfelds und schlagen einen Gestaltungsansatz vor, der sich an den Entwicklungsphasen junger Menschen orientiert. Entsprechend ist bereits die deutsche Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ vorgegangen, welche vor knapp drei Wochen ihren Bericht an die Bundesregierung übergeben hat.

Aufruf zur Gestaltung des IGF-Programms 2026

Kenia wird vom 14. bis zum 18. Dezember 2026 Gastgeber für das 21. Internet Governance Forum (IGF) der Vereinten Nationen sein. Erstmals nach der Entfristung des Mandates durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen werden die Teilnehmenden der Akteur*innengruppen Politik, Wirtschaft, Technik und Forschung, zwischenstaatliche Organisationen sowie Zivilgesellschaft in Nairobi zusammenkommen. Gemeinsam sollen aktuelle Themen und Herausforderungen der Gestaltung des digitalen Umfelds unter dem Leitthema „Die Gestaltung des Internets in der Ära der Intelligenz: Unsere gemeinsame Verantwortung“ beraten werden.

Expertenkommission: Digitale Welt muss sich an Kindern orientieren

Nach 9 Monaten intensiver Arbeit hat die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ heute ihre Empfehlungen an Bundesjugendministerin Karin Prien übergeben. Diese hatte am 4. September 2025 achtzehn Expertinnen und Experten verschiedener Professionen berufen und beauftragt, eine Strategie für den Schutz junger Menschen online mit konkreten Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteure wie Bund, Länder und Zivilgesellschaft zu erarbeiten.

Kinder- und Jugendschutz im Netz: Ein Überblick über aktuelle Positionen

In den vergangenen Monaten hat die Debatte über notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit, der Medienkompetenz sowie der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt sowohl international als auch in Deutschland deutlich an Dynamik gewonnen. Unser Überblick über relevante Positionspapiere, Stellungnahmen und Impulspapiere unterschiedlicher Akteur*innen fasst die vertretenen Positionen kurz zusammen.

Ethikrat für stärkeren Schutz junger Menschen online

Die Debatte um altersabhängige Zugangs- und Nutzungsbeschränkungen für bestimmte digitale Dienste und Plattformen ist durch die am 11. Juni veröffentlichte Ad-hoc-Stellungnahme „Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt“, des Deutschen Ethikrates bereichert worden. Schon der Titel stellt eine Nähe zur Allgemeinen Bemerkung #25 über die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld“ her, und der Inhalt bestätigt eine auf den Kinderrechten basierte Haltung des Ethikrates.

Kinderrechte bei neuen gTLDs berücksichtigen

Im spanischen Sevilla kam die Multistakeholder-Gemeinschaft beim ICANN Policy Forum vom 8. bis zum 11. Juni zusammen, um weiterhin aktuelle Fragen und Entwicklungen zur Gestaltung und Sicherung des Internets zu beraten. Das Projekt „Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt“ der Stiftung Digitale Chancen engagiert sich seit Jahren in der ICANN-Community, um dazu beizutragen, dass insbesondere Aspekte des Kinderschutzes Berücksichtigung im Domännamensystem (DNS) finden.

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